Mobilfunkgespräche und Datenübertragungen sind
bezahlbar geworden
Mobilfunk
ist die Sammelbezeichnung für den Betrieb von beweglichen
Funkgeräten. Hierbei sind heute vor allem die überall
präsenten Handys und Smartphones gemeint. Mittels Handy
werden Mobilfunkgespräche und vor allem kurze Textnachrichten
(SMS) übermittelt, mittels Smartphones Video-Nachrichten
und E-Mails sowie der Zugang zum Internet realisiert. Unter
dem Begriff Mobilfunk fallen allerdings auch Taxi-Funkdienste,
Telemetrie, See- und Binnenschifffahrtsfunkdienste oder auch
CB- und Amateurfunk-Dienste.
Von der Masse der Endverbraucher werden heute allerdings Handys
und Smartphones und auch Laptops, Notebook, Netbooks und eBooks
für die mobile Kommunikation genutzt. Der Grund für
die explosionsartige Massennutzung dieser Dienste sind einerseits
die von der Industrie bereitgestellten Endgeräte und die
monatlich sehr geringen Preise zur Nutzung dieser Dienste.
Möchte man heute mobil telefonieren, genügt eine
Mobilfunk-Prepaid-Karte
(eine SIM-Karte mit sehr niedrigen Pauschalpreisen für
die Telefonie und für Kurznachrichten. Viele Mobilfunk-Service-Provider
bieten heute Pauschaltarife für wenig Geld. Telefonate,
einschließlich Kurznachrichten in alle deutschen Netze
(Festnetz und Mobilfunknetze) sind heute (Stand 05/2010) bereits
zum Preis von maximal 40,00 Euro möglich. Hierbei gelten
die 40,00 Euro dann als Preisobergrenze. Der Kunde geht keine
Vertragslaufzeit ein und wenn er weniger telefoniert, zahlt
er im Rahmen eines vor geschalteten Zeittarifes entsprechend
weniger. Nutzt der Kunde seinen Tarif gar nicht, so fallen
keine Kosten an.
Für die Übermittelung von Daten oder für den
Zugang ins Internet, werden dem Kunden heute mobile Datentarife
in Form einer Flatrate angeboten. Derartige Flatrates sind
heute zum Preis von monatlich unter 30,00 Euro zu haben; nutzen
kann der Kunde diese Tarife zumeist mit einer Datengrenze
von bis zu fünf Gigabyte. Während Sprach-Dienste
überwiegend über die GSM-Netze der vier deutschen
Mobilfunk-Netzbetreiber realisiert werden, werden die mobilen
Daten-Diente heute fast ausschließlich über die
UMTS-Mobilfunk-Netze realisiert. An die UMTS-Netze können
sich auch Laptops, Notebooks, Netbooks oder eBooks anschließen
und kommunizieren.
So
schön und bequem heutige Handys auch geworden sind, die
Handy-Nutzung ist im öffentlichen Leben zu einem wahren
Belästigungsfaktor geworden. Egal ob in der Schule, während
einer Veranstaltung, im Restaurant, im Kino oder in öffentlichen
Verkehrsmitteln, permanent klingelt irgendwo ein Handy und
vor allem die jüngere Generation kümmert es wenig,
wenn andere Menschen ihre lautstarken Unterhaltungen mithören
können. Die besten Kunden für die Mobilfunkindustrie
sind eher Dauergäste in einen Nageldesign Shop und schleppen McNeill Schulranzen mit sich herum, als das sie zur besser verdienenden
Mittelschicht gehören. Fun ist angesagt und die Mobilfunkindustrie
hat sich darauf eingestellt.
Immer neuere Features sind auf den Handys zu finden. Längst
ist das Handy nicht nur ein Geräte um zu telefonieren,
es kann als Kamera genutzt werden, oder auch als MP3-Player;
die Handys haben eine Kalenderfunktion, einen Notizbereich,
man kann offline oder online Spiele spielen, natürlich
im Internet surfen oder mit geeigneten Geräten auch Fern
sehen, sich durch die Stadt navigieren lassen oder Fahrpläne
aufrufen und Parkgebühren bezahlen. Die auf den heutigen
Handys angebotenen Features bedeuten für die ältere
Generation mehr eine Belastung als eine Erleichterung; die
Zahnspangengeneration empfinden solche Dienste aber als Herausforderung.
Die zahlenden Eltern bleiben lieber bei ihrem liebsten Kind,
das Auto.
Willkommen in der Zukunft
Das Handy hat zwischenzeitlich auch einen Passus in der Straßenverkehrsordnung
erhalten. Um die Ablenkung und die Unfallgefahr durch die
Handy-Nutzung eines Fahrzeugführers im Straßenverkehr
zu reduzieren, ist das Telefonieren mit einem Handy während
der Fahrt in vielen Ländern verboten. In Deutschland
kassiert der telefonierende Kraftfahrer zwar "nur 40,00
Euro Busgeld und einen Strafpunkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei",
doch in anderen Ländern kann die (Geld) Strafe erheblich
höher sein. Außerdem trägt der Fahrzeugführer
bei einem Verkehrsunfall eine Mitschuld, es kann sogar zum
Versagen des kompletten Versicherungsschutzes kommen.
Seit Jahren werden auch mögliche Gesundheitsschäden
durch die überall präsenten Mobilfunkstrahlen diskutiert.
Langzeituntersuchungen, soweit sie bis dahin möglich
waren, haben jedoch bisher keine dauerhaften Gesundheitsschäden
nachweisen können. Sämtliche Forschungseinrichtungen
mahnen allerdings, dass Kinder und Jugendliche durch den übermäßigen
Gebrauch von Mobilfunkgeräten möglicherweise Langzeitschäden
davon tragen könnten.
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